Die Zakat ist für jeden Muslim Pflicht, der ausreichend zakatpflichtiges Vermögen besitzt. Dabei gilt: Zakat wird nicht für jeden Besitz gezahlt, sondern nur für bestimmte Arten von Vermögen. Zu den wichtigsten zakatpflichtigen Vermögensarten gehören Geld, Gold, Silber, Handelswaren, bestimmte Ernteerträge und bestimmte Nutztiere. Persönliche Dinge, die man im Alltag benutzt, zählen grundsätzlich nicht zum Vermögen, für das Zakat gezahlt werden muss.
Zakat wird erst Pflicht, wenn das Vermögen den festgelegten Mindestwert erreicht. Bei Geld, Gold, Silber und Handelswaren wird die Zakat grundsätzlich fällig, wenn man diesen Mindestwert ein Mondjahr lang, also ein Jahr nach dem Mondkalender, besitzt. Bei diesen Vermögensarten beträgt die Zakat grundsätzlich ein Vierzigstel des Vermögens. Ein Vierzigstel bedeutet: Von 100 Euro werden 2,50 Euro als Zakat gezahlt.
Die Zakat muss an Menschen oder Gruppen gegeben werden, die im Koran als Empfänger der Zakat genannt sind. Die Zakat darf also nicht an beliebige Personen gegeben werden, sondern muss an berechtigte Empfänger gehen. Wer Zakat zahlen muss, soll die Zahlung nicht unnötig aufschieben, sobald die Zakat fällig ist.
Die Zakat hilft armen und bedürftigen Menschen und stärkt die Verantwortung der Muslime füreinander. Außerdem erinnert sie Muslime daran, dass Besitz Verantwortung bedeutet und nicht nur für den eigenen Nutzen da ist. Wer Zakat zahlt, gehorcht Allah und schützt sich davor, am eigenen Besitz zu hängen. Wer unsicher ist, ob er Zakat zahlen muss oder wie viel er zahlen muss, soll eine vertrauenswürdige Person mit islamischem Wissen fragen.
Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakah und verneigt euch mit den Sich-Verneigenden.
Koran Sure 2, Vers 43
