Reichtum und Zeit sind Gaben Allahs, für die der Mensch Verantwortung trägt. Ein Muslim darf Besitz nicht verschwenden, weil Allah die Verschwender nicht liebt. Verschwendung bedeutet, Geld, Nahrung, Kleidung, Energie oder andere Gaben ohne erlaubten Nutzen zu verbrauchen. Dazu gehört auch, erlaubte Dinge so übertrieben zu nutzen, dass sie dem Glauben, dem Körper, der Familie oder den Pflichten schaden. Der Koran warnt deutlich davor, Besitz sinnlos auszugeben und Allahs Gaben leichtfertig zu behandeln. Ein Muslim soll maßvoll leben und weder geizig noch verschwenderisch sein. Wer Geld nur zum Angeben, für Luxus und Prahlerei ausgibt, nutzt Allahs Gabe auf falsche Weise. Auch Nahrung wegzuwerfen, obwohl man es vermeiden, sie teilen oder richtig aufbewahren könnte, gehört zu einem schlechten Umgang mit Allahs Versorgung.
Zeit ist ein Teil des Lebens, und verlorene Zeit kommt nicht zurück. Ein Muslim soll seine Zeit nicht mit Dingen verbringen, die ihn vom Gehorsam gegenüber Allah, vom Lernen, von der Familie oder von nützlicher Arbeit abhalten. Schlaf, Erholung und Freizeit sind erlaubt, solange sie nicht dazu führen, dass Pflichten und gute Taten vernachlässigt werden. Der Prophet Muhammad lehrte, dass viele Menschen zwei Gaben unterschätzen: Gesundheit und freie Zeit. Ein Muslim soll sich vor dem Ausgeben fragen, ob die Sache erlaubt, nötig, nützlich und angemessen ist. Genauso soll er sich fragen, bevor er seine Zeit nutzt, ob diese Beschäftigung ihn Allah näherbringt oder wenigstens keinen Schaden verursacht. Wer Reichtum und Zeit richtig nutzt, zeigt Dankbarkeit gegenüber Allah und schützt sich vor Reue.
Denn die Verschwender sind Brüder der Satane, und Satan war undankbar gegen seinen Herrn.
Koran Sure 17, Vers 27
