Besitz und Zeit sind Gaben von Allah, mit denen der Mensch nicht leichtsinnig umgehen darf. Deshalb ist einem Muslim bewusst, dass er über seinen Besitz und seine Zeit vor Allah Rechenschaft ablegen wird. Besitz soll auf erlaubte Weise erworben und für erlaubte Dinge genutzt werden. Dabei achtet ein Muslim darauf, dass sein Besitz ihm hilft, Allah zu gehorchen, und ihn nicht von Allah ablenkt.
Zeit ist ein wertvolles Geschenk, denn jeder vergangene Moment kommt nicht zurück. Deshalb nutzt ein Muslim seine Zeit für Dinge, die ihm im Diesseits und im Jenseits nützen. Wer seine Zeit sinnvoll einteilt, kann seine Pflichten besser erfüllen und vermeiden, unnötig nachlässig zu werden. Außerdem achtet ein Muslim darauf, seine Zeit nicht mit Dingen zu verbringen, die ihm schaden oder ihn von wichtigen Aufgaben abhalten.
Besitz darf nicht zum Ziel des Lebens werden, sondern bleibt ein Mittel, um Gutes zu tun. Ein Muslim geht sorgfältig mit seinem Geld, seinen Sachen und den Dingen anderer Menschen um. Wer Besitz hat, soll damit verantwortungsvoll umgehen und nicht vergessen, dass Bedürftige Rechte haben. Verantwortung bedeutet, weder geizig noch verschwenderisch mit Besitz und Zeit umzugehen.
Wer wenig besitzt, kann trotzdem verantwortungsvoll sein, indem er dankbar ist und das Vorhandene sinnvoll nutzt. Wer viel besitzt, trägt eine größere Verantwortung, weil er mehr Möglichkeiten hat, Gutes zu bewirken. Darum prüft ein Muslim regelmäßig, ob sein Besitz und seine Zeit ihn Allah näherbringen oder ihn von wichtigen Pflichten wegführen.
Dann werdet ihr, an jenem Tage, nach dem Wohlstand befragt.
Koran Sure 102, Vers 8
