Allah hat das menschliche Leben heilig gemacht. Deshalb darf niemand einem Menschen das Leben ohne Recht nehmen. Daher gilt: Die Tötung eines unschuldigen Menschen gehört im Islam zu den schwersten Sünden. Der Koran warnt davor: Die ungerechte Tötung eines Menschen wiegt so schwer, als hätte man die ganze Menschheit getötet. Ein unschuldiger Mensch darf nicht getötet werden, egal ob er Muslim oder Nichtmuslim ist. Der Islam erlaubt keinem Menschen, einen anderen Menschen aus Wut, Rache, Hass oder Gruppendruck zu töten. Niemand darf sich selbst zum Richter machen und über das Leben anderer entscheiden.
Der Prophet Muhammad verbot die Tötung von Frauen, Kindern, alten Menschen und Menschen, die nicht kämpfen. Deshalb darf ein Muslim auch im Krieg keine Unschuldigen angreifen. Wer einen Menschen tötet, dessen Leben im Islam geschützt ist, begeht vor Allah ein gewaltiges Unrecht. Die Tötung Unschuldiger wird auch dann nicht erlaubt, wenn jemand behauptet, für Religion, Ehre oder Gerechtigkeit zu handeln.
Darum gilt auch: Ein Muslim muss das Leben anderer Menschen schützen und darf nicht dabei helfen, unschuldige Menschen zu töten. Wer unschuldiges Blut vergießt, muss Allahs Strafe fürchten und braucht aufrichtige Reue, solange Reue noch möglich ist. Der Islam lehrt: Wer sich wirklich an Allahs Gebote hält, wird niemals unschuldige Menschen ungerecht töten. Ein Muslim soll Konflikte nicht durch Blutvergießen lösen, sondern Unrecht meiden, Leben schützen und Allah fürchten.
…dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet;…
Koran Sure 5, Vers 32
