Der größte Feind des Menschen ist Schaitan, weil er ihn vom Gehorsam gegenüber Allah abbringen will. Iblis ist der Anführer der Teufel, und er verweigerte aus überheblichem Stolz Allahs Befehl, sich vor Adam niederzuwerfen. Iblis war kein Engel, sondern gehörte zu den Dschinn, also zu einer anderen Art von Geschöpfen, auch wenn Allah ihn zusammen mit den Engeln ansprach. Schaitan hasst den Menschen und möchte, dass er Sünden begeht und den geraden Weg verlässt. Er kann den Menschen nicht zu einer Sünde zwingen, sondern ruft ihn dazu auf, flüstert ihm etwas ein und lässt das Schlechte schön erscheinen. Der Mensch bleibt für seine eigenen Entscheidungen verantwortlich und darf seine Sünden nicht einfach auf Schaitan schieben.
Schaitan greift den Menschen besonders durch Einflüsterungen, Zweifel, falsche Wünsche, Angst und Vergesslichkeit an. Er versucht, dem Menschen schlechte Taten leicht und gute Taten schwer erscheinen zu lassen. Er liebt es, Streit, Hass und Misstrauen zwischen Menschen zu verbreiten. Er freut sich, wenn der Mensch eine Sünde kleinredet und die Reue immer wieder auf später verschiebt.
Der Schutz vor Schaitan liegt darin, Zuflucht bei Allah zu suchen und oft an Allah zu denken. Wenn ein Muslim eine schlechte Einflüsterung bemerkt, soll er nicht weiter darüber nachdenken, sondern sich Allah zuwenden und das Gute wählen. Schaitan wird schwächer, wenn der Mensch aufrichtig ist, Allah vertraut und sich an die islamischen Gebote hält. Der Koran zeigt klar, dass Schaitan für den Menschen nur ein offener Feind ist und niemals ein Freund oder Berater für ihn sein darf. Ein Muslim soll wachsam bleiben, aber keine übertriebene Angst vor Schaitan haben, weil Allah stärker ist und die Gläubigen schützt.
Wahrlich, Satan ist euer Feind; so haltet ihn für einen Feind. Er ruft seine Anhänger nur herbei, damit sie zu Bewohnern des flammenden Feuers werden.
Koran Sure 35, Vers 6
