Der Koran wurde von Allah auf Arabisch offenbart. Diese arabische Sprache gehört zum Koran selbst und ist kein späterer Zusatz von Menschen. Der maßgebliche Koran ist der arabische Wortlaut, also der genaue Text, der dem Propheten Muhammad offenbart wurde. Übersetzungen des Korans erklären nur seine Bedeutung und können den arabischen Koran nicht ersetzen. Wer den Koran verstehen möchte, darf Übersetzungen nutzen. Dabei soll man aber wissen, dass sie die Vollkommenheit des arabischen Originals nie erreichen.
Allah selbst hat versprochen, den Koran zu bewahren. Deshalb wurde der Koran nicht nur seinem Sinn nach bewahrt, sondern auch in seinen Worten, Buchstaben und seiner Rezitation, also in der Art, wie er vorgelesen wird. Der Prophet Muhammad gab den Koran genauso weiter, wie er ihn empfing. Die Gefährten, also die Muslime, die den Propheten begleiteten, lernten den Koran auswendig, schrieben ihn auf und gaben ihn sorgfältig weiter. So wurde der Koran durch das Auswendiglernen vieler Muslime und durch zuverlässige schriftliche Abschriften bewahrt. Die Sammlung des Korans in der frühen muslimischen Gemeinschaft wurde von den Gefährten getragen und von den muslimischen Gelehrten anerkannt. Die Muslime waren sich einig, dass niemand den Wortlaut des Korans verändern, ergänzen oder kürzen darf. Anerkannte Lesarten des Korans gehören zur überlieferten Offenbarung; sie wurden also nicht frei erfunden. Der Koran, den Muslime heute lesen, ist derselbe Koran, der dem Propheten Muhammad offenbart und von der muslimischen Gemeinschaft bewahrt wurde. Diese Bewahrung zeigt dem Muslim, dass er sich sicher auf Allahs Buch stützen kann.
Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.
Koran Sure 15, Vers 9
