Schutz der Minderheiten (Ahl adh-Dhimma)

Der Islam schützt nichtmuslimische Minderheiten, die unter einem islamischen Schutzvertrag leben. Dieser Schutz umfasst ihr Leben, ihr Eigentum, ihre Ehre und ihre Sicherheit. Wer unter diesem Schutz steht, darf nicht beraubt, beleidigt, angegriffen oder aus seiner Heimat vertrieben werden, nur weil er nicht muslimisch ist. Dieser Schutz ist dabei keine freiwillige Freundlichkeit, sondern eine Pflicht des islamischen Staates und der Muslime.

Juden, Christen und andere geschützte Gruppen dürfen ihre Religion ausüben, solange sie den Schutzvertrag und die öffentliche Ordnung achten. Geschützte Nichtmuslime dürfen ihre Gotteshäuser behalten und dort ihren Gottesdienst feiern, soweit dies durch den Schutzvertrag gesichert ist. Denn im Islam darf niemand gezwungen werden, Muslim zu werden, weil der Glaube aus eigener Überzeugung angenommen werden muss.

Unrecht gegen Nichtmuslime bleibt im Islam Unrecht und ist nicht erlaubt, nur weil sie eine andere Religion haben. Wer einen geschützten Nichtmuslim verletzt, bestiehlt oder tötet, begeht eine schwere Sünde und ein schweres Verbrechen. Vor Gericht müssen geschützte Nichtmuslime gerecht behandelt werden und dürfen nicht willkürlich oder aus Hass benachteiligt werden.

Das islamische Recht lässt religiösen Minderheiten in bestimmten Bereichen Raum für ihr eigenes Gemeinschaftsleben. Juden und Christen können in manchen persönlichen Angelegenheiten, wie Ehe, Scheidung und Familienfragen, vor Gericht nach ihren eigenen religiösen Regeln beurteilt werden. Die Pflicht zur Zahlung der Dschizya, also einer besonderen Abgabe, gehört im klassischen islamischen Recht zum Schutzvertrag und steht im Zusammenhang mit Sicherheit, Schutz und bestimmten staatlichen Pflichten.

Der Schutz von Minderheiten zeigt, dass Gerechtigkeit im Islam nicht nur für Muslime gilt, sondern auch für Menschen, die unter muslimischer Herrschaft leben. Deshalb muss ein Muslim die Rechte geschützter Nichtmuslime achten, weil Treue zu Verträgen, Gerechtigkeit und Schutz vor Unterdrückung zu den festen islamischen Pflichten gehören.

…und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.

Koran Sure 9, Vers 6

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Wer gehört zu den nichtmuslimischen Minderheiten, die im Islam unter einem Schutzvertrag geschützt werden?
Nichtmuslime, die unter einem islamischen Schutzvertrag leben.
Nur Nichtmuslime, die bereits heimlich Muslime werden wollen.
Nur Menschen, die ihre Religion vollständig aufgeben.
Nur Muslime, die in einem anderen Land leben.
Nur Händler, die vorübergehend durch ein muslimisches Land reisen.
Was schützt der islamische Schutzvertrag für geschützte Nichtmuslime?
Ihr Leben.
Ihr Eigentum.
Ihre Ehre.
Ihre Sicherheit.
Nur ihr Recht, Handel zu treiben.
Was darf man einem geschützten Nichtmuslim nicht antun, nur weil er nicht muslimisch ist?
Man darf ihn nicht berauben.
Man darf ihn nicht beleidigen.
Man darf ihn nicht angreifen.
Man darf ihn nicht aus seiner Heimat vertreiben.
Man darf ihn schlechter behandeln, wenn er eine andere Religion hat.
Was ist der Schutz geschützter Nichtmuslime im Islam?
Er ist eine Pflicht des islamischen Staates und der Muslime.
Er ist nur freiwillige Freundlichkeit.
Er gilt nur, wenn die Mehrheit es gerade möchte.
Er gilt nur für reiche Minderheiten.
Er gilt nur, wenn geschützte Nichtmuslime ihre Religion aufgeben.
Unter welcher Bedingung dürfen Juden, Christen und andere geschützte Gruppen ihre Religion ausüben?
Sie müssen den Schutzvertrag achten.
Sie müssen die öffentliche Ordnung achten.
Sie müssen ihre Religion nur heimlich ausüben.
Sie müssen erst versprechen, später Muslime zu werden.
Sie dürfen ihre Religion nur ausüben, wenn keine Muslime in der Stadt leben.
Warum darf im Islam niemand gezwungen werden, Muslim zu werden?
Der Glaube muss aus Überzeugung angenommen werden.
Zwang macht den Glauben nicht zu echter Annahme.
Weil es im Islam keine klaren Glaubensregeln gibt.
Weil jede Religion im Islam als gleich wahr gilt.
Weil der Schutzvertrag den Islam aufhebt.
Was gilt für Gotteshäuser geschützter Nichtmuslime?
Sie dürfen ihre Gotteshäuser behalten, soweit der Schutzvertrag dies sichert.
Sie dürfen ihren Gottesdienst ausüben, soweit der Schutzvertrag dies sichert.
Alle Gotteshäuser geschützter Nichtmuslime müssen immer zerstört werden.
Gottesdienst ist nur erlaubt, wenn alle Teilnehmer Muslime werden.
Gotteshäuser sind nur als Lagerhäuser erlaubt.
Wie beurteilt der Islam Unrecht gegen Nichtmuslime?
Unrecht gegen Nichtmuslime bleibt Unrecht.
Unrecht gegen Nichtmuslime ist erlaubt, wenn der Täter Muslim ist.
Unrecht gegen Nichtmuslime ist nur dann falsch, wenn Muslime dadurch Schaden haben.
Unrecht gegen Nichtmuslime ist nur eine kleine Unhöflichkeit.
Unrecht gegen Nichtmuslime wird erlaubt, wenn sie eine andere Religion haben.
Was gilt, wenn jemand einen geschützten Nichtmuslim verletzt, bestiehlt oder tötet?
Er begeht eine schwere Sünde.
Er begeht ein schweres Verbrechen.
Die Tat wird nicht erlaubt, weil das Opfer nicht muslimisch ist.
Die Tat ist erlaubt, wenn der Täter religiöse Gründe nennt.
Die Tat ist nur falsch, wenn das Opfer ein Muslim ist.
Wie müssen geschützte Nichtmuslime vor Gericht behandelt werden?
Sie müssen gerecht behandelt werden.
Sie dürfen nicht durch Willkür oder Hass benachteiligt werden.
Sie dürfen benachteiligt werden, wenn der Gegner Muslim ist.
Ihr Fall darf ohne Gerechtigkeit entschieden werden.
Hass darf bei ihrem Urteil eine Rolle spielen.
Was erlaubt das islamische Recht religiösen Minderheiten in bestimmten Bereichen?
Es gibt ihnen Raum für ihr eigenes Gemeinschaftsleben.
Es zwingt sie in jedem Bereich zu denselben persönlichen Regeln wie Muslime.
Es verbietet ihnen jedes eigene Gemeinschaftsleben.
Es erlaubt nur Muslimen ein Gemeinschaftsleben.
Es macht jede Minderheit rechtlos.
In welchen persönlichen Angelegenheiten können Juden und Christen nach ihren eigenen religiösen Regeln beurteilt werden?
In manchen Ehefragen.
In manchen Scheidungsfragen.
In manchen Familienfragen.
In allen staatlichen Sicherheitsfragen ohne Ausnahme.
In jeder Frage des öffentlichen Rechts ohne Bezug zum Schutzvertrag.
Welche Bedeutung hat die Dschizya (besondere Abgabe) im klassischen islamischen Recht?
Sie gehört zum Schutzvertrag.
Sie steht im Zusammenhang mit Sicherheit, Schutz und bestimmten staatlichen Pflichten.
Sie ist eine Strafe dafür, dass jemand nicht muslimisch ist.
Sie bedeutet, dass geschützte Nichtmuslime keine Rechte haben.
Sie hebt die Pflicht zur gerechten Behandlung vor Gericht auf.
Was zeigt der Schutz der Minderheiten über Gerechtigkeit im Islam?
Gerechtigkeit gilt nicht nur für Muslime.
Gerechtigkeit gilt nur innerhalb der muslimischen Gemeinschaft.
Nichtmuslime haben unter muslimischer Herrschaft keinen Schutz.
Rechte gelten nur, wenn alle Menschen dieselbe Religion haben.
Gerechtigkeit kann bei religiösen Minderheiten ausgesetzt werden.
Warum muss ein Muslim die Rechte geschützter Nichtmuslime achten?
Weil Treue zu Verträgen eine islamische Pflicht ist.
Weil Gerechtigkeit eine feste islamische Pflicht ist.
Weil Schutz vor Unterdrückung eine islamische Pflicht ist.
Weil geschützte Nichtmuslime keine eigenen Rechte haben.
Weil Verträge nur dann gelten, wenn sie Muslimen nützen.