Der Islam verbietet es, auf der Erde Schaden anzurichten, nachdem Allah sie in guter Ordnung erschaffen hat. Die Natur ist ein Geschenk von Allah, und der Mensch darf sie nicht achtlos zerstören. Wer Wasser, Boden oder Luft absichtlich verschmutzt, missachtet die Verantwortung, die Allah dem Menschen gegeben hat. Es ist verboten, Pflanzen, Felder, Bäume und Ernten ohne berechtigten Grund zu zerstören. Der Koran tadelt Menschen, die auf der Erde Unheil stiften und dabei Saatfelder und Leben vernichten.
Deshalb soll ein Muslim Wege, Plätze, Flüsse und gemeinsam genutzte Orte nicht verschmutzen oder beschädigen. Schaden an der Natur ist nicht nur ein persönliches Problem, denn oft sind viele Menschen davon betroffen. Der Prophet Muhammad lehrte, dass man Schaden weder verursachen noch mit Schaden beantworten darf. Auch im Krieg ist es im Islam verboten, unnötig Bäume zu fällen, Felder zu zerstören oder die Umgebung sinnlos zu verwüsten. Ein Muslim darf die Natur nicht aus Spaß, Wut, Gier oder Bequemlichkeit beschädigen.
Wer Müll liegen lässt, giftige Stoffe falsch entsorgt oder öffentliche Orte verschmutzt, begeht eine Form von Schaden. Der Islam erlaubt zwar die Nutzung der Natur, aber keine blinde Zerstörung und keine rücksichtslose Ausbeutung. Wer Schaden verursacht hat, soll ihn so gut wie möglich beseitigen und seinen Fehler bereuen. Zu einer guten islamischen Haltung gehört es, die Erde sauber, nutzbar und sicher für andere Menschen zu hinterlassen. Dabei denkt ein Muslim daran, dass Allah sieht, wie er mit Seiner Schöpfung umgeht.
Wenn er sich abwendet, bemüht er sich, überall auf der Erde Unheil zu stiften, und vernichtet das Ackerland und die Nachkommenschaft. Und Allah liebt das Unheil nicht.
Koran Sure 2, Vers 205
