Der Islam verbietet es, einem Menschen oder einem Tier zu Unrecht Schaden zuzufügen.
Der Prophet Muhammad lehrte: Es darf kein Schaden zugefügt werden, und kein Schaden darf mit Schaden erwidert werden.
Deshalb gilt: Jedes Lebewesen ist eine Schöpfung Allahs und darf nicht grundlos schlecht behandelt werden. Wer stark ist, darf seine Stärke nicht dazu nutzen, um schwächere Lebewesen zu quälen oder auszunutzen. Dazu gehört auch: Tiere dürfen nicht geschlagen, gequält, dem Hunger überlassen oder ohne Grund verletzt werden. Ein Tier darf nicht als Zielscheibe, Spielzeug oder Mittel zur Unterhaltung missbraucht werden. Wer ein Tier hält, muss ihm Futter, Wasser, Schutz und eine gute Behandlung bieten. Auch kleine Tiere dürfen nicht grundlos getötet oder absichtlich gequält werden.
Wenn ein Tier gefährlich ist oder echten Schaden verursacht, darf man sich schützen, jedoch ohne unnötige Grausamkeit. Wenn ein Tier für erlaubtes Essen geschlachtet wird, muss dies mit Sorgfalt geschehen, und unnötiges Leiden muss vermieden werden. Der Islam verbietet es, Lebewesen absichtlich leiden zu lassen, nur weil man wütend, gelangweilt oder grausam ist.
Gute Muslime zeigen Stärke nicht durch Härte gegen Schwache, sondern durch Kontrolle über sich selbst. Wer mit Lebewesen barmherzig umgeht, zeigt damit Gehorsam gegenüber Allah und folgt dem Vorbild des Propheten Muhammad. Schaden an Lebewesen ist besonders schlimm, wenn das Lebewesen sich nicht selbst verteidigen kann. Ein Muslim soll deshalb immer daran denken, dass Allah auch sieht, wie er mit Menschen, Tieren und anderen schwachen Lebewesen umgeht.
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