Säkularismus bedeutet, dass Religion vom öffentlichen Leben, von Gesetzen und von staatlichen Entscheidungen getrennt werden soll. Der Islam lehnt Säkularismus ab, weil Allah nicht nur im privaten Leben angebetet werden soll. Vielmehr muss Ihm auch im Umgang mit Menschen, Besitz, Familie und Gesellschaft gehorcht werden. Im Islam hat Allah das höchste Recht zu bestimmen, was gut und schlecht, erlaubt und verboten, gerecht und ungerecht ist. Deshalb darf der Mensch Allahs Gebote nicht zu einer reinen Privatsache machen, weil Allah selbst Regeln für das Leben der Menschen offenbart hat. Säkularismus stellt menschliche Entscheidungen über die göttliche Leitung, indem er Allahs Offenbarung aus dem öffentlichen Leben entfernt.
Der Islam lehrt, dass wahre Gerechtigkeit nur dann vollständig verwirklicht werden kann, wenn sie sich an Allahs Wissen und Weisheit orientiert. Säkularismus kann dazu führen, dass Menschen Gesetze nach wechselnden Meinungen, Interessen und Machtverhältnissen erlassen. Wenn Religion aus der Gesellschaft verdrängt wird, verlieren viele Menschen einen festen Maßstab für Wahrheit, Verantwortung und Rechenschaft vor Allah. Säkularismus kann außerdem dazu führen, dass Sünde öffentlich normalisiert wird, obwohl Allah sie verboten hat.
Der Islam trennt nicht zwischen dem Glauben im Herzen und dem Gehorsam im Leben, denn ein Muslim soll Allah in allen Bereichen seines Lebens dienen. Säkularismus schwächt die Bindung der Menschen an Allah, wenn er ihnen vermittelt, dass Allahs Gebote für das gemeinsame Leben keine Rolle spielen sollen. Gesellschaften, die Allahs Rechtleitung bewusst zurückweisen, können unter moralischer Verwirrung, ungerechten Maßstäben und dem Zerfall von Familie und Verantwortung leiden. Darum soll der Muslim verstehen, dass der Islam nicht gegen Ordnung, Wissen oder gutes Zusammenleben gerichtet ist, sondern sich dagegen richtet, Allahs Leitung aus dem Leben der Menschen auszuschließen.
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