Das Leben eines Menschen ist im Islam heilig und darf nicht zu Unrecht genommen werden.
Mord gehört zu den größten Sünden und ist ein schweres Verbrechen vor Allah. Ein Muslim darf niemanden aus Wut, Rache, Hass, Stolz oder wegen eines Streits töten. Gewalt ist im Islam verboten, wenn sie Menschen zu Unrecht verletzt, bedroht oder erniedrigt.
Der Islam erlaubt keine Selbstjustiz, also keine Strafe auf eigene Faust, denn Strafen und Urteile gehören nicht in die Hand einzelner Menschen.
Wer ein Problem mit jemandem hat, muss den erlaubten und gerechten Weg suchen und darf nicht zu Gewalt greifen. Blutrache, Ehrenmord und Racheakte widersprechen dem Islam und sind kein Zeichen von Frömmigkeit.
Es ist verboten, Menschen Angst zu machen, sie einzuschüchtern oder ihnen mit Waffen zu drohen.
Ein Muslim soll seine Kraft nicht einsetzen, um andere zu unterdrücken, sondern dazu, Unrecht zu stoppen und Schwache zu schützen.
Zorn ist keine Entschuldigung für Gewalt, denn ein Muslim soll sich beherrschen und sich nicht von seiner Wut leiten lassen. Wer jemanden verletzt oder tötet, trägt dafür Verantwortung vor Allah und auch den Menschen gegenüber.
Reue nach Gewalt oder Mord bedeutet nicht nur, Worte zu sagen, sondern auch, das Unrecht zu beenden und Rechte zurückzugeben, soweit das möglich ist.
Der Islam lehrt, Konflikte mit Gerechtigkeit, Geduld, Beratung und erlaubten Mitteln zu lösen. Ein gläubiger Mensch hält sich davon zurück, anderen Menschen Schaden zuzufügen.
Mord und ungerechte Gewalt zerstören Familien, Sicherheit und Vertrauen und gehören nicht zum Weg des Islam.
Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn zu Recht. Und wer da ungerechterweise getötet wird – dessen Erben haben Wir gewiss Ermächtigung (zur Vergeltung) gegeben; doch soll er im Töten nicht maßlos sein; denn er findet (Unsere) Hilfe.
Koran Sure 17, Vers 33
