Der Islam ist nicht nur auf einzelne Gottesdienste beschränkt. Er ist eine Ordnung von Allah, die das ganze Leben des Menschen umfasst. Deshalb betrifft der Islam das persönliche Leben, die Familie, den Beruf und das Zusammenleben in der Gesellschaft.
Deshalb soll sich ein Muslim nicht nur im Gebet, sondern in jedem Bereich seines Lebens nach dem Islam richten. Im Islam gibt es keine Trennung zwischen Religion und Leben. Denn Allah hat dem Menschen Rechtleitung, also klare Orientierung, nicht nur für einen Teil, sondern für alle Lebensbereiche gegeben.
Der Islam zeigt dem Menschen, wie er glauben, handeln, mit anderen umgehen und seine täglichen Entscheidungen treffen soll. Er ist deshalb nicht auf die Moschee oder auf besondere Zeiten beschränkt, sondern begleitet den Muslim bei Tag und Nacht.
Es widerspricht dem Islam, im Gottesdienst gehorsam zu sein, im übrigen Leben aber nach anderen Maßstäben zu leben. Denn der Islam verbindet den Glauben im Herzen mit sichtbarem Gehorsam im Handeln.
Deshalb gehört der Islam nicht nur ins Privatleben, sondern auch zur Ordnung des gemeinsamen Lebens. Vorstellungen und Systeme, die Religion auf den persönlichen Bereich begrenzen wollen, passen daher nicht zum Islam als umfassender Lebensordnung.
Wer den Islam richtig versteht, versteht ihn als Rechtleitung für den ganzen Menschen und für sein ganzes Leben.
…Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen Teil? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine andere Vergeltung außer Schande in diesem Leben; und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Bestrafung zugeführt werden. Und Allah ist eures Tuns nicht achtlos.
Koran Sure 2, Vers 85
