Im Islam ist Glücksspiel haram, also verboten, weil Allah es verboten hat. Glücksspiel bedeutet, dass jemand Geld oder etwas Wertvolles einsetzt und der Gewinn vom Zufall oder von einem unsicheren Ausgang abhängt. Dazu zählen Casino-Spiele, Sportwetten, Online-Wetten, Lotterien, Gewinnspiele mit Einsatz und ähnliche Formen.
Gewinn aus Glücksspiel ist nicht erlaubt, auch wenn beide Seiten freiwillig mitgemacht haben. Beim Glücksspiel nimmt der Gewinner meist das Geld anderer Menschen, ohne dafür eine echte Gegenleistung zu geben. Außerdem gewöhnt Glücksspiel den Menschen daran, auf schnellen Gewinn zu hoffen, statt ehrlich zu arbeiten und vernünftig zu handeln. Es kann dazu führen, dass ein Mensch sein Geld verliert und seine Pflichten gegenüber sich selbst und anderen vernachlässigt. Zudem kann Glücksspiel Streit, Hass und Neid zwischen Menschen verursachen. Es kann das Herz an Geld, Risiko und Gewinn binden und den Menschen von nützlichen Dingen ablenken.
Auch kleine Einsätze sind verboten, wenn das Spiel den Charakter von Glücksspiel hat. Ebenso ist es nicht erlaubt, Glücksspiel zu organisieren, dafür Werbung zu machen oder andere dazu einzuladen. Gewonnenes Geld aus Glücksspiel ist kein gesegneter Besitz. Wer Glücksspiel betrieben hat, soll damit aufhören, Allah um Vergebung bitten und den Weg zu erlaubtem Einkommen suchen. Deshalb schützt ein Muslim sein Geld, seine Zeit und sein Herz vor Glücksspiel und allem, was ihn dorthin führt. Erlaubte Spiele und Wettbewerbe bleiben erlaubt, solange kein verbotener Einsatz, kein Betrug und kein Schaden damit verbunden sind.
Satan will durch das Berauschende und das Losspiel nur Feindschaft und Hass zwischen euch auslösen, um euch vom Gedenken an Allah und vom Gebet abzuhalten. Werdet ihr euch denn abhalten lassen?
Koran Sure 5, Vers 91
