Muslime sind im Glauben Geschwister. Deshalb sollen sie einander mit Liebe, Achtung und Güte behandeln. Allah sagt im Koran, dass die Gläubigen Geschwister sind. Deshalb darf ein Muslim seinen Bruder oder seine Schwester nicht verachten. Der Prophet Muhammad lehrte, dass ein Muslim für seinen Bruder das lieben soll, was er für sich selbst liebt. Das zeigt: Gegenseitiger Respekt bedeutet, die Würde, die Ehre und die Gefühle des anderen zu achten. Ein Muslim darf einen anderen Muslim nicht verspotten, beleidigen oder ihn mit schlechten Namen nennen. Er soll freundlich sprechen, auch wenn er eine andere Meinung hat. Geschwisterlichkeit bedeutet, dass man den anderen nicht erniedrigt und sich selbst nicht für besser hält. Dazu gehört auch, nicht nach den Fehlern seines Bruders oder seiner Schwester zu suchen und ihn oder sie nicht bloßzustellen.
Wer Respekt im Islam lernen will, beginnt damit, andere so zu behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte. Ein Muslim soll seinem Bruder oder seiner Schwester mit einem reinen Herzen begegnen und keinen Hass gegen ihn oder sie in sich tragen. Unterschiedliche Herkunft, Sprache oder Hautfarbe machen keinen Muslim besser als einen anderen. Streit zwischen Muslimen soll nicht größer werden, sondern mit Gerechtigkeit und guten Worten beendet werden. Ein Muslim soll sich über das Gute seines Bruders oder seiner Schwester freuen und ihm oder ihr nichts Schlechtes wünschen. Wahre Geschwisterlichkeit zeigt sich darin, dass man den anderen achtet, auch wenn man selbst keinen Nutzen davon hat. So stärkt gegenseitiger Respekt die Gemeinschaft der Muslime und schützt sie vor Spaltung und Feindschaft.
Die Gläubigen sind ja Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren Brüdern und fürchtet Allah, auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde.
Koran Sure 49, Vers 10
