Ehrverletzung und Verleumdung

Der Islam schützt die Ehre der Menschen und verbietet es, sie unberechtigt mit Worten, Gesten, Bildern oder Nachrichten zu verletzen. Dazu gehört auch die üble Nachrede. Üble Nachrede bedeutet, über jemanden etwas Schlechtes zu sagen, was die betroffene Person nicht möchte, auch wenn es wahr ist. Verleumdung bedeutet, über jemanden etwas Schlechtes zu behaupten, obwohl es nicht stimmt; sie ist eine besonders schwere Sünde. Der Koran warnt deutlich vor übler Nachrede und beschreibt sie als etwas Abscheuliches, damit Muslime davor zurückschrecken. Darum darf ein Muslim nicht nach den Fehlern anderer suchen, andere nicht ausspionieren und ihre Schwächen nicht verbreiten.

Wer etwas Schlechtes über jemanden hört, soll es weder leichtfertig glauben noch weiterverbreiten. Es ist verboten, Gerüchte zu verbreiten, weil sie die Ehre eines Menschen zerstören und Streit zwischen Menschen auslösen können. Für seine Worte trägt man große Verantwortung, und ein Muslim soll nur sprechen, wenn seine Worte gut, wahr und nützlich sind. Es gehört zu einem guten islamischen Verhalten, die Fehler anderer nicht öffentlich zu machen, solange dadurch kein Unrecht geschützt wird. Eine berechtigte Warnung oder Beschwerde ist erlaubt, wenn sie nötig ist und nicht übertrieben wird. Über andere Menschen soll man so sprechen, wie man selbst möchte, dass über einen selbst gesprochen wird. Spott, Beleidigung und abwertende Spitznamen sind verboten, weil sie die Würde anderer Menschen verletzen.

Wer die Ehre eines Menschen verletzt hat, soll bereuen, mit diesem Verhalten aufhören und den Schaden so gut wie möglich wiedergutmachen. Wer die Ehre anderer schützt, schützt auch sein eigenes Herz vor Sünden und seine Gemeinschaft vor Misstrauen. Ein Muslim soll Menschen nicht durch Worte erniedrigen, sondern ihre Würde achten und ihre Fehler Allah überlassen.

O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet häufigen Argwohn; denn mancher Argwohn ist Sünde. Und spioniert nicht und führt keine üble Nachrede übereinander. Würde wohl einer von euch gerne das Fleisch seines toten Bruders essen? Sicher würdet ihr es verabscheuen. So fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist Gnädig, Barmherzig.

Koran Sure 49, Vers 12

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Was schützt der Islam, wenn es um die Ehre eines Menschen geht?
Der Islam schützt die Ehre der Menschen.
Menschen dürfen nicht ohne Recht mit Worten, Gesten, Bildern oder Nachrichten verletzt werden.
Die Ehre eines Menschen ist nur geschützt, wenn er reich oder bekannt ist.
Bilder oder Nachrichten zählen nicht, wenn niemand laut spricht.
Beleidigungen sind erlaubt, wenn sie nur als Spaß gemeint sind.
Was bedeutet üble Nachrede?
Üble Nachrede bedeutet, über jemanden etwas Schlechtes zu sagen, das er nicht mag, auch wenn es wahr ist.
Üble Nachrede liegt nur vor, wenn die Aussage frei erfunden ist.
Üble Nachrede ist erlaubt, wenn die Aussage wahr ist.
Üble Nachrede betrifft nur schriftliche Nachrichten.
Üble Nachrede ist nur dann falsch, wenn viele Menschen zuhören.
Was bedeutet Verleumdung im Islam?
Verleumdung bedeutet, jemandem etwas Schlechtes zuzuschreiben, das nicht stimmt.
Verleumdung ist eine besonders schwere Sünde.
Verleumdung bedeutet, eine wahre Schwäche ohne Übertreibung zu nennen.
Verleumdung ist erlaubt, wenn andere die Behauptung schon weitererzählt haben.
Verleumdung ist nur dann schlimm, wenn sie schriftlich geschieht.
Warum warnt der Koran stark vor übler Nachrede?
Muslime sollen vor übler Nachrede zurückschrecken.
Üble Nachrede soll nicht verharmlost werden.
Üble Nachrede ist nur verboten, wenn sie in der Moschee geschieht.
Üble Nachrede ist erlaubt, wenn sie höflich gesagt wird.
Üble Nachrede ist nur ein Problem für Menschen, die empfindlich sind.
Wie soll ein Muslim mit den Fehlern anderer Menschen umgehen?
Er soll die Fehler anderer nicht suchen.
Er soll andere nicht ausspionieren.
Er soll die Schwächen anderer nicht verbreiten.
Er soll die Schwächen anderer sammeln, damit er später darüber sprechen kann.
Er darf private Fehler verbreiten, wenn sie interessant klingen.
Was soll jemand tun, der die Ehre eines Menschen verletzt hat?
Er soll bereuen.
Er soll mit der Ehrverletzung aufhören.
Er soll den Schaden so gut wie möglich wiedergutmachen.
Er soll abwarten, bis alle die Sache vergessen haben.
Er soll die Person weiter erniedrigen, damit er nicht schwach wirkt.
Was soll ein Muslim tun, wenn er etwas Schlechtes über jemanden hört?
Er soll es nicht leichtfertig glauben.
Er soll es nicht einfach weiterverbreiten.
Er soll es sofort allen erzählen, damit sie gewarnt sind.
Er soll es glauben, wenn viele Menschen darüber sprechen.
Er soll es weitergeben, solange er nicht der Erste war.
Warum ist es verboten, Gerüchte zu verbreiten?
Gerüchte können die Ehre eines Menschen zerstören.
Gerüchte können Streit zwischen Menschen auslösen.
Gerüchte sind erlaubt, wenn sie spannend erzählt werden.
Gerüchte sind harmlos, wenn niemand den Ursprung kennt.
Gerüchte sind nur verboten, wenn sie schriftlich verbreitet werden.
Wie soll ein Muslim mit seiner Zunge umgehen?
Er soll nur sprechen, wenn seine Worte gut sind.
Er soll nur sprechen, wenn seine Worte wahr sind.
Er soll nur sprechen, wenn seine Worte nützlich sind.
Er darf alles sagen, wenn er später sagt, dass es nur Spaß war.
Er soll möglichst viel über andere reden, damit er informiert wirkt.
Was gehört zum guten Islam, wenn man Fehler anderer kennt?
Man soll die Fehler anderer bedecken, solange dadurch kein Unrecht geschützt wird.
Man darf Unrecht nicht schützen, indem man alles verschweigt.
Man muss jeden Fehler eines Menschen öffentlich machen.
Man soll jedes Unrecht verschweigen, damit niemand schlecht aussieht.
Man darf Fehler anderer verbreiten, wenn man selbst keine Schuld daran hat.
Wann ist eine Warnung oder Beschwerde über jemanden erlaubt?
Sie ist erlaubt, wenn sie nötig ist.
Sie ist erlaubt, wenn sie ohne Übertreibung geschieht.
Sie ist immer erlaubt, wenn man über jemanden verärgert ist.
Sie ist erlaubt, wenn man die Person möglichst schlecht dastehen lassen will.
Sie ist nur erlaubt, wenn möglichst viele Menschen davon erfahren.
Wie soll man über andere Menschen sprechen?
Man soll so über andere sprechen, wie man selbst möchte, dass über einen gesprochen wird.
Man darf über andere härter sprechen, als man es für sich selbst ertragen würde.
Man darf andere erniedrigen, wenn man selbst einen guten Ruf hat.
Man darf über andere schlecht sprechen, wenn sie es nicht hören.
Man soll über andere so sprechen, dass die Zuhörer unterhalten werden.
Warum sind Spott, Beleidigung und abwertende Spitznamen verboten?
Sie verletzen die Würde anderer Menschen.
Sie erniedrigen Menschen durch Sprache.
Sie gehören zu einer Verletzung der Ehre.
Sie sind erlaubt, wenn die betroffene Person sich nicht wehrt.
Abwertende Spitznamen sind gut, wenn sie leicht zu merken sind.
Was bewirkt es, wenn ein Muslim die Ehre anderer schützt?
Er schützt sein eigenes Herz vor Sünden.
Er schützt seine Gemeinschaft vor Misstrauen.
Er verliert dadurch automatisch seinen eigenen Wert.
Er darf dann später über andere schlecht reden.
Er sorgt dafür, dass Fehler anderer immer öffentlich bleiben.
Wie soll ein Muslim die Würde anderer Menschen achten?
Er soll Menschen nicht durch Worte erniedrigen.
Er soll die Würde anderer Menschen achten.
Er soll die Fehler anderer Allah überlassen.
Er soll andere mit Worten herabsetzen, wenn sie Fehler haben.
Er soll die Schwächen anderer nutzen, um selbst besser dazustehen.