Duʿāʾ bedeutet, Allah um Hilfe, Schutz, Vergebung und alles Gute zu bitten.
Es ist ein wichtiger Gottesdienst, weil der Mensch dadurch zeigt, dass er Allah braucht. Ein Muslim richtet sein Duʿāʾ nur an Allah. Allah hört jedes Duʿāʾ, auch wenn es leise, kurz oder mit einfachen Worten gesprochen wird. Duʿāʾ darf man zu jeder Zeit machen, solange man Allah mit Respekt und Ernsthaftigkeit bittet. Man darf Allah um Dinge des Glaubens und um erlaubte Dinge des weltlichen Lebens bitten.
Duʿāʾ soll mit Aufrichtigkeit, Demut, Hoffnung und Vertrauen auf Allah gesprochen werden. Zum guten Verhalten dabei gehört auch, Allah zu loben und Segenswünsche für den Propheten Muhammad zu sprechen. Ein Muslim soll im Duʿāʾ nicht um Sünde, Ungerechtigkeit oder den Abbruch erlaubter Familienbande bitten.
Außerdem soll man im Duʿāʾ geduldig bleiben und nicht sagen: „Ich habe gebetet, aber es wurde nicht erhört.“ Allah beantwortet Duʿāʾ auf die Weise, die Er in Seiner Weisheit bestimmt. Manchmal gibt Allah dem Menschen das Erbetene sofort, manchmal später und manchmal schützt Er ihn dadurch vor etwas Schlechtem.
Duʿāʾ ersetzt die eigenen Pflichten nicht, sondern begleitet sie mit Vertrauen auf Allah. Es ist gut, oft Duʿāʾ zu machen, denn Allah liebt es, wenn Seine Diener Ihn bitten. Darum soll ein Muslim auch für andere Muslime Duʿāʾ machen und ihnen Gutes wünschen.
Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft. Deshalb sollen sie auf Mich hören und an Mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen.
Koran Sure 2, Vers 186
