Diebstahl und Betrug

Diebstahl und Betrug sind im Islam verboten, weil sie den Besitz und die Rechte anderer Menschen verletzen.

Wer stiehlt oder betrügt, nimmt etwas, das Allah einem anderen Menschen als Recht gegeben hat. Deshalb ist der Besitz jedes Menschen im Islam geschützt, egal ob er Muslim oder Nichtmuslim ist.

Diebstahl bedeutet, fremden Besitz ohne Erlaubnis und ohne Recht zu nehmen. Betrug bedeutet, jemanden absichtlich zu täuschen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Er kann beim Kaufen, Verkaufen, Messen, Wiegen, bei der Arbeit, beim Lernen, in Prüfungen oder in Verträgen geschehen. Deshalb ist es auch verboten, fremdes Geld, fremde Sachen oder fremde Daten ohne Erlaubnis zu benutzen.

Ebenso darf man eine Ware, eine Leistung oder eine Information nicht absichtlich falsch darstellen. Ein Muslim darf nicht durch falsche Versprechen, verschwiegene Mängel oder Lügen Geld verdienen.

Auch kleine gestohlene Dinge bleiben verboten, denn ein geringer Wert macht das Unrecht nicht erlaubt. Wer etwas anvertraut bekommt, muss es schützen und dem Besitzer zurückgeben.

Wer gestohlen oder betrogen hat, muss aufrichtig bereuen und den Schaden so gut wie möglich wiedergutmachen. Dazu gehört, das gestohlene Gut zurückzugeben oder den Besitzer zu entschädigen. Es reicht nicht, nur Allah um Vergebung zu bitten, wenn man zugleich das Recht eines Menschen verletzt hat. Ein Muslim soll lieber wenig besitzen und dabei ehrlich bleiben, als durch Diebstahl oder Betrug etwas zu gewinnen.

Und verschlingt nicht euren Besitz untereinander in ungerechter Weise und bietet ihn nicht den Behörden (zur Bestechung) an, um einen Teil vom Vermögen der Menschen in sündhafter Weise zu verschlingen, wo ihr doch wisst.

Koran Sure 2, Vers 188

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Warum sind Diebstahl und Betrug im Islam verboten?
Sie verletzen den Besitz und die Rechte anderer Menschen.
Sie sind nur verboten, wenn der Schaden sehr groß ist.
Sie sind nur verboten, wenn der betroffene Mensch Muslim ist.
Sie sind erlaubt, wenn der Täter später um Vergebung bittet.
Sie sind nur dann falsch, wenn der Täter erwischt wird.
Was tut jemand, der stiehlt oder betrügt?
Er nimmt etwas, das Allah einem anderen Menschen als Recht gegeben hat.
Er nimmt nur etwas, das niemandem gehört.
Er handelt ehrlich, solange er freundlich bleibt.
Er darf behalten, was er durch Täuschung bekommen hat.
Er verletzt nur eine Regel, aber kein Recht eines Menschen.
Wessen Besitz ist im Islam geschützt?
Der Besitz eines Muslims ist geschützt.
Der Besitz eines Nichtmuslims ist geschützt.
Nur der Besitz frommer Menschen ist geschützt.
Nur der Besitz reicher Menschen ist geschützt.
Nur Besitz aus der eigenen Familie ist geschützt.
Was bedeutet Diebstahl?
Fremden Besitz ohne Erlaubnis und ohne Recht zu nehmen.
Fremden Besitz zu nehmen, wenn er nur wenig wert ist.
Fremden Besitz zu nehmen, wenn man ihn später vielleicht zurückgibt.
Fremden Besitz zu nehmen, wenn der Besitzer es nicht sofort merkt.
Fremden Besitz zu nehmen, wenn man selbst wenig Geld hat.
Was bedeutet Betrug?
Jemanden absichtlich zu täuschen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.
Jemandem ehrlich zu sagen, dass eine Ware einen Mangel hat.
Einen Vertrag klar und offen zu erklären.
Einen Vorteil zu bekommen, obwohl niemand getäuscht wurde.
Einen Fehler zu machen, ohne jemanden täuschen zu wollen.
Wo kann Betrug geschehen?
Beim Kaufen und Verkaufen.
Beim Messen und Wiegen.
Beim Arbeiten, Lernen, Prüfen oder in Verträgen.
Betrug gibt es nur beim Verkauf teurer Waren.
Betrug kann in Prüfungen niemals vorkommen.
Warum bleiben auch kleine gestohlene Dinge verboten?
Weil der geringe Wert das Unrecht nicht erlaubt macht.
Weil kleine Dinge im Islam mehr zählen als große Dinge.
Weil kleine Dinge nur verboten sind, wenn sie Geld sind.
Weil kleine Dinge nur verboten sind, wenn der Besitzer reich ist.
Weil kleine Dinge erlaubt sind, wenn man sie heimlich nimmt.
Was darf man ohne Erlaubnis nicht benutzen?
Fremdes Geld.
Fremde Sachen.
Fremde Daten.
Nur fremdes Bargeld ist geschützt.
Fremde Daten darf man immer benutzen, wenn niemand es merkt.
Was ist bei Ware, Leistung oder Information verboten?
Eine Ware absichtlich falsch darzustellen.
Eine Leistung absichtlich falsch darzustellen.
Eine Information absichtlich falsch darzustellen.
Eine Ware ehrlich zu beschreiben.
Einen Mangel offen zu nennen.
Womit darf ein Muslim kein Geld verdienen?
Mit falschen Versprechen.
Mit versteckten Mängeln.
Mit Lügen.
Mit ehrlicher Arbeit.
Mit offen erklärter Ware.
Was muss man tun, wenn man etwas anvertraut bekommt?
Man muss es schützen.
Man muss es dem Besitzer zurückgeben.
Man darf es behalten, wenn man es lange genug hatte.
Man darf es verkaufen, wenn man Geld braucht.
Man darf es ohne Erlaubnis benutzen, solange es nicht beschädigt wird.
Was muss jemand tun, der gestohlen oder betrogen hat?
Er muss aufrichtig bereuen.
Er muss den Schaden so gut wie möglich wiedergutmachen.
Er muss nur sagen, dass es ihm leidtut.
Er darf den Schaden behalten, wenn er sich schämt.
Er muss nichts tun, wenn niemand den Betrug bemerkt hat.
Was gehört zur Reue nach Diebstahl?
Das gestohlene Gut zurückzugeben.
Den Besitzer zu entschädigen, wenn Rückgabe nicht möglich ist.
Das gestohlene Gut zu behalten und nur heimlich zu bereuen.
Den Besitzer zu beschuldigen, damit er nicht nachfragt.
Das gestohlene Gut weiterzugeben, damit man es nicht mehr besitzt.
Reicht es nach Diebstahl oder Betrug, nur Allah um Vergebung zu bitten?
Nein, wenn das Recht eines Menschen verletzt wurde, muss man dieses Recht so gut wie möglich ausgleichen.
Ja, eine Bitte um Vergebung reicht immer aus.
Ja, wenn der Schaden klein war.
Ja, wenn der Besitzer nichts davon weiß.
Ja, wenn man den Vorteil schon ausgegeben hat.
Was soll ein Muslim wählen, wenn er zwischen ehrlichem Besitz und Gewinn durch Diebstahl oder Betrug steht?
Er soll lieber wenig besitzen und ehrlich bleiben.
Er soll durch Betrug gewinnen, wenn niemand geschädigt wirkt.
Er soll stehlen, wenn der Wert der Sache klein ist.
Er soll lügen, wenn er dadurch mehr verdient.
Er soll fremdes Recht übergehen, wenn er selbst wenig besitzt.