Die verschiedenen Prioritäten in der Dawa

Dawa bedeutet, Menschen mit Wissen, Weisheit und gutem Verhalten zu Allah und zum Islam einzuladen. Damit das richtig gelingt, braucht Dawa eine klare Reihenfolge, damit der Muslim seine Verantwortung nicht durcheinanderbringt. Die erste Priorität ist der Muslim selbst, weil er zuerst lernen und selbst nach dem handeln muss, wozu er andere aufruft. Ein Muslim muss nicht fehlerlos sein, bevor er andere daran erinnert, aber er darf seine eigene Erziehung nicht vernachlässigen. Wer selbst betet, das Erlaubte und Verbotene lernt und gegen seine Fehler kämpft, macht seine Dawa glaubwürdiger.

Danach kommen die engsten Verwandten, weil sie das erste Recht auf Rat, gutes Vorbild und liebevolle Erinnerung haben. Eltern, Ehepartner, Kinder und Geschwister sollen zuerst vom guten Verhalten und vom islamischen Wissen eines Muslims profitieren. Es ist falsch, draußen viel über den Islam zu sprechen, während man die eigene Familie im Guten vergisst. Erst dann kommen weitere Verwandte, Freunde und Bekannte, weil der Muslim auch in seinem nahen Umfeld zum Guten rufen soll. Danach kommen Nachbarn, Kollegen und andere Menschen im Alltag, denen der Muslim den Islam durch Worte und gutes Verhalten zeigen soll. Dawa wächst Schritt für Schritt von den nächsten Menschen zu den weiter entfernten Menschen.

Schließlich richtet sich Dawa auch an die Gesellschaft, wenn offen Haram, also Verbotenes, verbreitet, Unrecht beschönigt oder Wahrheit verdrängt wird. Ein Muslim soll das Gute bekannt machen und das Schlechte klar benennen, soweit er das Wissen und die Möglichkeit dazu hat. Auch Herrscher und Verantwortliche sind nicht von der Dawa ausgenommen, weil ihr Handeln oft viele Menschen betrifft. Der Rat an Herrscher und Führungspersonen muss mit Wissen, Weisheit, Mut und Verantwortung geschehen.

O ihr, die ihr glaubt, rettet euch und die Euren vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, worüber strenge, gewaltige Engel gesetzt sind, die Allah nicht ungehorsam sind in dem, was Er ihnen befiehlt, und die alles vollbringen, was ihnen befohlen wird.

Koran Sure 66, Vers 6

Es können eine oder mehrere Antworten richtig sein. Wähle alle Antworten aus, die deiner Meinung nach richtig sind.
Was bedeutet Dawa (Einladung zum Islam)?
Menschen mit Wissen, Weisheit und gutem Verhalten zu Allah und zum Islam einzuladen.
Menschen mit lauten Worten zum Islam zu drängen.
Nur vor vielen Menschen über den Islam zu sprechen.
Nur Fehler anderer Menschen zu suchen.
Den Islam ohne Wissen zu erklären.
Warum braucht Dawa (Einladung zum Islam) eine klare Reihenfolge?
Damit der Muslim seine Verantwortung nicht durcheinanderbringt.
Damit der Muslim nur mit fremden Menschen spricht.
Damit die Familie keine Rolle mehr spielt.
Damit man nur noch über große gesellschaftliche Themen spricht.
Damit man die eigene Erziehung zurückstellt.
Wer ist bei der Dawa (Einladung zum Islam) die erste Priorität?
Der Muslim selbst.
Zuerst fremde Menschen im Internet.
Zuerst Herrscher und Verantwortliche.
Zuerst Nachbarn und Kollegen.
Zuerst Menschen, die man kaum kennt.
Muss ein Muslim fehlerlos sein, bevor er andere an den Islam erinnert?
Nein, er muss nicht fehlerlos sein.
Er darf seine eigene Erziehung trotzdem nicht vernachlässigen.
Ja, er darf erst sprechen, wenn er keine Fehler mehr hat.
Nein, deshalb muss er nicht mehr an sich arbeiten.
Er soll nur andere ermahnen und sich selbst ausnehmen.
Was macht die Dawa (Einladung zum Islam) eines Muslims glaubwürdiger?
Wenn er selbst betet.
Wenn er das Erlaubte und Verbotene lernt.
Wenn er gegen seine eigenen Fehler kämpft.
Wenn er nur über andere Menschen spricht.
Wenn er seine eigenen Pflichten vernachlässigt.
Wer kommt nach der eigenen Person in der Reihenfolge der Dawa (Einladung zum Islam)?
Die engsten Verwandten.
Zuerst fremde Menschen auf der Straße.
Zuerst Menschen, mit denen man keine Nähe hat.
Zuerst die ganze Gesellschaft.
Zuerst nur Herrscher und Führungspersonen.
Welche Menschen sollen zuerst vom guten Verhalten und islamischen Wissen eines Muslims profitieren?
Eltern.
Ehepartner.
Kinder.
Geschwister.
Nur Menschen, die man kaum kennt.
Was ist falsch, wenn ein Muslim viel über den Islam spricht?
Draußen viel über den Islam zu sprechen, aber die eigene Familie im Guten zu vergessen.
Die eigene Familie zuerst gut zu behandeln.
Die eigene Familie liebevoll an das Gute zu erinnern.
Den Islam durch gutes Verhalten zu zeigen.
Selbst zu lernen und danach zu handeln.
Wer kommt nach den engsten Verwandten in der Reihenfolge der Dawa (Einladung zum Islam)?
Weitere Verwandte.
Freunde.
Bekannte.
Zuerst Menschen, die man gar nicht kennt.
Niemand mehr.
Wie kann ein Muslim Nachbarn, Kollegen und anderen Menschen im Alltag den Islam zeigen?
Durch Worte.
Durch gutes Verhalten.
Durch das Vergessen der eigenen Familie.
Durch Reden ohne Wissen.
Durch schlechtes Verhalten im Alltag.
Wie wächst Dawa (Einladung zum Islam) nach der richtigen Reihenfolge?
Schritt für Schritt von den nächsten Menschen zu den weiteren Menschen.
Zuerst zu den entferntesten Menschen und zuletzt zur Familie.
Ohne jede Reihenfolge.
Nur in der Gesellschaft und nie im eigenen Umfeld.
Nur bei Herrschern und Verantwortlichen.
Wann richtet sich Dawa (Einladung zum Islam) auch an die Gesellschaft?
Wenn offen Haram (Verbotenes) verbreitet wird.
Wenn Unrecht beschönigt wird.
Wenn Wahrheit verdrängt wird.
Wenn die eigene Familie schon vergessen wurde.
Wenn man kein Wissen und keine Möglichkeit hat.
Was soll ein Muslim in der Dawa (Einladung zum Islam) bekannt machen und klar benennen?
Das Gute bekannt machen.
Das Schlechte klar benennen.
Nur so weit, wie er Wissen und Möglichkeit dazu hat.
Alles ohne Wissen beurteilen.
Das Schlechte beschönigen, damit niemand widerspricht.
Warum sind Herrscher und Verantwortliche nicht von der Dawa (Einladung zum Islam) ausgenommen?
Weil ihr Handeln oft viele Menschen betrifft.
Weil sie keine Verantwortung haben.
Weil ihr Handeln niemanden betrifft.
Weil Dawa nur für Herrscher gilt.
Weil man die Reihenfolge der Dawa ignorieren soll.
Wie muss Rat an Herrscher und Führungspersonen geschehen?
Mit Wissen.
Mit Weisheit.
Mit Mut.
Mit Verantwortung.
Ohne Wissen und ohne Verantwortung.