Im Islam hat Wissen eine große Bedeutung, weil der Mensch dadurch Allah besser dienen und sein Leben richtig ordnen kann. Deshalb muss jeder Muslim und jede Muslimin das Wissen lernen, das er oder sie für den eigenen Glauben und den Alltag unbedingt braucht.
Am wichtigsten ist das Wissen, das dem Menschen hilft, richtig zu glauben, richtig zu handeln und Sünden zu meiden. Wissen wird im Islam nicht nur gesammelt, sondern soll den Menschen zu besserem Verhalten und zu guten Taten führen.
Der Koran und die authentische Sunna, also die zuverlässig überlieferten Aussagen und Handlungen des Propheten Muhammad, sind die wichtigsten Grundlagen für islamisches Wissen. Wer religiöse Fragen hat, soll vertrauenswürdige Gelehrte oder zuverlässige Lehrer fragen und nicht einfach nur nach eigener Meinung urteilen.
Außerdem soll ein Muslim Wissen Schritt für Schritt lernen und mit den wichtigsten Grundlagen beginnen. Darum ist es nicht richtig, über Allah, den Islam oder religiöse Regeln ohne Wissen zu sprechen.
Auch nützliches weltliches Wissen, also Wissen über das Leben in dieser Welt, ist erlaubt und wertvoll, wenn es dem Menschen, der Familie oder der Gesellschaft auf erlaubte Weise hilft. Wissen soll nicht für Stolz, Streit oder Ansehen gesucht werden, sondern damit man das Richtige erkennt und danach lebt.
Wer lernt, soll die Lehrer respektieren, aufmerksam zuhören und das Gelernte ernst nehmen. Wer etwas gelernt hat, soll es sorgfältig prüfen, richtig verstehen und nicht leichtfertig weitergeben.
Wissen bringt Verantwortung mit sich, denn wer die Wahrheit erkennt, soll auch danach handeln. Männer und Frauen haben im Islam das Recht und die Pflicht, das notwendige Wissen zu lernen.
Deshalb bleibt ein Muslim sein Leben lang lernbereit, weil der Mensch immer wieder neues nützliches Wissen braucht.
Hocherhaben ist Allah, der wahre König! Und überhaste dich nicht mit dem Qur’an, ehe seine Offenbarung dir nicht vollständig zuteil geworden ist, sondern sprich: “O mein Herr, mehre mein Wissen.”
Koran Sure 20, Vers 114
