Im Islam gehört der gute Umgang mit den Eltern zu den größten Pflichten nach der Anbetung Allahs. Das bedeutet: Ein Muslim soll seinen Eltern Güte, Respekt und Barmherzigkeit zeigen, auch wenn er erwachsen und selbstständig ist. Deshalb darf man die Eltern nicht grob ansprechen, sie nicht anschreien und ihnen nicht einmal ein respektloses Wort sagen. Stattdessen soll ein Muslim mit seinen Eltern sanft, freundlich und ehrenvoll sprechen.
Besonders im hohen Alter brauchen Eltern Geduld, Hilfe und eine liebevolle Behandlung. Die Mutter hat wegen Schwangerschaft, Geburt und Fürsorge einen besonders hohen Anspruch auf Dankbarkeit und gute Behandlung. Gleichzeitig hat auch der Vater einen großen Anspruch auf Respekt, Dankbarkeit und Unterstützung. Ein Muslim soll seinen Eltern dankbar sein und nicht vergessen, wie viel sie für ihn getan haben. Deshalb soll man den Eltern helfen, soweit man kann, besonders wenn sie schwach, krank oder bedürftig sind.
Die Zufriedenheit der Eltern ist im Islam sehr wichtig, solange sie nichts verlangen, was Allah verboten hat. Wenn Eltern jedoch etwas Falsches verlangen, gehorcht man ihnen darin nicht, trotzdem bleibt man respektvoll und gütig. Auch nichtmuslimische Eltern haben ein Recht auf gute Behandlung, Respekt und Hilfe. Ein Muslim soll die Fehler und Schwächen seiner Eltern mit Geduld ertragen und ihnen nicht mit Härte begegnen.
Außerdem soll man Allah bitten, den Eltern barmherzig zu sein, besonders weil sie einen als Kind versorgt und beschützt haben. Gute Behandlung der Eltern zeigt sich also nicht nur in schönen Worten, sondern auch in Hilfe, Geduld, Respekt und Dankbarkeit.
Und dein Herr hat befohlen: “Verehrt keinen außer Ihm, und (erweist) den Eltern Güte. Wenn ein Elternteil oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht “Pfui!” zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise.
Koran Sure 17, Vers 23
