Atheismus bedeutet, dass jemand nicht an Gott glaubt oder so lebt, als gäbe es keinen Schöpfer. Aus islamischer Sicht ist das falsch, weil die Welt, das Leben und der Mensch nicht ohne einen Schöpfer entstanden sind. Denn alles, was einen Anfang hat, braucht eine Ursache. Deshalb weist die gesamte Schöpfung auf einen Schöpfer hin. Auch die Ordnung im Universum, im menschlichen Körper und in der Natur zeigt Wissen, Macht und Absicht. Außerdem erkennt der Mensch in seinem Inneren, dass er sich nicht selbst erschaffen hat und nicht Herr über Leben und Tod ist.
Atheismus kann dem Leben den höchsten Sinn nehmen, weil der Mensch dann nur noch für diese Welt lebt. Ohne den Glauben an den Schöpfer können Gut und Böse leicht zu etwas werden, das Menschen je nach Lust, Macht oder Nutzen verändern. Der Islam lehrt dagegen, dass der Mensch nicht zufällig oder wertlos ist, sondern bewusst erschaffen wurde und Verantwortung trägt. Außerdem erklärt Atheismus nicht wirklich, warum der Mensch nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Sinn sucht. Wenn der Mensch keinen Schöpfer anerkennt, kann er sich selbst, seine Wünsche oder die Meinung der Gesellschaft zum Maßstab machen, also als wichtigste Orientierung nehmen.
Atheismus hat bei vielen Menschen Zweifel, innere Leere und Orientierungslosigkeit verstärkt, weil er keine klare Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gibt. Der Islam ruft den Menschen deshalb auf, über die Schöpfung nachzudenken und die Zeichen des Schöpfers mit Verstand und einem aufrichtigen Herzen zu erkennen. Ein Muslim soll Atheismus klar ablehnen, andere Menschen aber mit Geduld, Weisheit und guten Worten zum Glauben einladen.
Oder sind sie wohl durch nichts erschaffen worden, oder sind sie gar selbst die Schöpfer?
Koran Sure 52, Vers 35
