Alkoholische Getränke sind im Islam verboten, weil Allah sie im Koran klar als etwas Schlechtes bezeichnet und die Muslime auffordert, sie zu meiden. Der Grund dafür ist klar: Alkohol berauscht den Verstand. Der Verstand ist nämlich eine große Gabe von Allah. Deshalb soll ein Muslim keinen Alkohol trinken, auch nicht in kleinen Mengen. Dabei gilt: Was in großen Mengen berauscht, ist auch in kleinen Mengen verboten. Es ist nicht erlaubt, Alkohol aus Spaß, zum Testen oder wegen Gruppendrucks zu trinken. Alkohol führt oft zu Sünden, Streit, Gewalt, schamlosem Verhalten und falschen Entscheidungen. So schützt ein Muslim durch das Meiden von Alkohol seine Religion, seinen Verstand, seinen Körper, seine Familie und seinen Ruf.
Es ist nicht erlaubt, Alkohol zu kaufen, zu verkaufen, zu verschenken, zu servieren oder andere dabei zu unterstützen. Deshalb soll sich ein Muslim von Orten und Situationen fernhalten, in denen Alkohol als normal dargestellt wird, wenn er dadurch selbst in Versuchung gerät oder dadurch Sünde unterstützt. Wer Alkohol meidet, zeigt Gehorsam gegenüber Allah und schützt sich vor einem großen Schaden im Diesseits, also in diesem Leben, und im Jenseits, also nach dem Tod. Deshalb soll ein Muslim stolz darauf sein, Alkohol zu meiden, auch wenn andere Menschen es normal finden. Denn die wahre Stärke liegt nicht darin, jedem Wunsch zu folgen, sondern darin, das Verbotene aus Gehorsam gegenüber Allah zu meiden.
Wer früher Alkohol getrunken hat, soll aufrichtig bereuen, damit aufhören und darauf vertrauen, dass Allah reuige Diener liebt. Reue bedeutet, die Sünde aufzugeben, sie ehrlich zu bereuen und sich fest vorzunehmen, nicht wieder zu ihr zurückzukehren. Gleichzeitig soll ein Muslim keinen Menschen wegen seiner Vergangenheit verachten, sondern ihn zum Guten ermutigen und ihm dabei helfen, vom Alkohol wegzukommen.
O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glückspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid; …
Koran Sure 5, Vers 90
